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Die besten Teestuben in Seoul: Unser Viertel-Guide

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Die besten Teehäuser in Seoul: Unser Viertel-Reiseführer

서울의 다원 Teehäuser · Seoul · Reiseführer

Seoul ist bekannt als Stadt der Cafés. Aber Seoul ist auch eine Stadt der Teehäuser: von traditionellen 다원 (Dawon) bis hin zu modernen Adressen, die koreanischen Tee mit einer entschieden modernen Ästhetik neu interpretieren. Dieser Reiseführer führt Sie zu den besten Adressen, Viertel für Viertel, für ein authentisches koreanisches Teeerlebnis in der Hauptstadt.

1. Insadong und Bukchon: die Tradition

Das Viertel Insadong (인사동) ist historisch das Herz der Teekultur in Seoul. Seine gepflasterten Gassen beherbergen eine bemerkenswerte Dichte an traditionellen Teehäusern, oft in sorgfältig renovierten Hanok-Häusern (한옥). Das Erlebnis dort ist bewusst entschleunigt: Man sitzt auf niedrigen Kissen, bestellt einen Sejak oder einen Balhyocha und lässt die Zeit verstreichen.

Cha Masineun Ddeul (차 마시는 뜰, „der Hof, wo man Tee trinkt“) ist eine der bekanntesten Adressen in Insadong. Dieses zweistöckige Hanok-Haus bietet eine Auswahl traditioneller koreanischer Tees in einem authentischen Ambiente mit Blick auf einen Innengarten.

Im Bukchon Hanok Village (북촌 한옥 마을) befindet sich das Teehaus Dawon (다원) in einem Hanok aus dem 19. Jahrhundert. Die Verkostung beinhaltet oft eine Vorführung von Darye, dem koreanischen Teezeremoniell.

Praktischer Tipp Die Teehäuser in Insadong und Bukchon sind am Wochenende oft überfüllt. Für ein entspannteres Erlebnis empfiehlt sich ein Besuch unter der Woche am Vormittag. Die Teepreise in diesen Einrichtungen variieren je nach Qualität der Sorte zwischen 8.000 und 20.000 Won.

2. Seongsu: die Modernität

Seongsu (성수동) ist Seouls Brooklyn: ein ehemaliges Industrieviertel, das zu einem kreativen Zentrum mit Design-Cafés, Concept Stores und Gourmet-Restaurants umfunktioniert wurde. Hier hat die koreanische Matcha-Kultur auch ihren zeitgenössischsten Ausdruck gefunden.

Mehrere Adressen bieten koreanische Tee-Erlebnisse in Räumen mit sehr gepflegter Ästhetik: roher Beton, tropische Pflanzen, handgefertigtes Keramikgeschirr. Das Format ist oft hybrid: Café und Teehaus, mit einer Matcha-Karte, die so ausgeklügelt ist wie die Espresso-Karte.

Zu den bemerkenswerten Adressen gehören: Teazen (티젠), das Kombinationen aus koreanischem Grüntee und Kombucha anbietet, und mehrere unabhängige Matcha-Bars, die ausschließlich mit Produzenten aus Jeju oder Boseong zusammenarbeiten.

3. Gangnam und Apgujeong: das Prestige

Die Viertel Gangnam und Apgujeong beherbergen die Flagship-Stores der großen koreanischen Teehäuser. Hier haben Premiummarken ihre Schaufenster eingerichtet: architektonisch anspruchsvolle Räume, in denen das Teeerlebnis wie ein echtes Spektakel inszeniert wird.

Das Osulloc Tea Museum und die Osulloc-Boutiquen in der Stadt bieten ein umfassendes Erlebnis der Teekultur von Jeju, mit Verkostung, Galerie und Geschäft. Für Kenner bieten einige Feinkostläden in Cheongdam Ujeon aus Hadong in limitierter Auflage an, die oft wenige Tage nach der Frühlingsernte ausverkauft sind.

4. Die Osulloc Teehäuser

Osulloc ist das international bekannteste koreanische Teehaus. 1979 auf der Insel Jeju gegründet, besitzt es eigene zertifizierte Plantagen und mehrere Adressen in Seoul. Das Osulloc Tea House in Insadong ist eines der meistbesuchten der Hauptstadt: moderne Architektur, ein komplettes Teemenü und eine Auswahl an Grünteegebäck, das zu den besten der Stadt gehört.

Osulloc bietet auch ein Besuchsprogramm seiner Plantagen auf Jeju für Reisende an, die die Entdeckung bis zum Ursprung des Tees ausweiten möchten.

5. Praktische Tipps für Ihren Besuch

Die meisten Qualitätsteehäuser in Seoul bieten ihre Speisekarten auf Koreanisch und Englisch an. Die wichtigsten Begriffe, die Sie sich merken sollten: 녹차 (Nokcha, Grüntee), 우전 (Ujeon), 세작 (Sejak), 말차 (Malcha, Matcha), 냉침 (Naengchim, Kaltaufguss). Die Angabe 무농약 (pestizidfrei) ist ein gutes Qualitätsmerkmal.

Für französischsprachige Reisende bietet die Website Visit Korea eine Karte der empfohlenen Teehäuser in Seoul mit Filteroptionen nach Viertel.


6. Tee aus Seoul mit nach Hause nehmen

Wenn Sie Seoul besuchen und die besten koreanischen Tees nach Deutschland mitnehmen möchten, sind die Osulloc-Geschäfte (in Premium-Einkaufszentren wie The Hyundai oder Lotte) und die spezialisierten Märkte von Hadong die besten Adressen. Für diejenigen, die in Deutschland bleiben, bietet unsere Maison Boseong Auswahl die gleichen Referenzen direkt aus Seoul an.

🌿 Das Teehaus von Seoul Osulloc Kollektion von Jeju Die Tees und Matchas von Osulloc, dem ikonischen Teehaus von Seoul und Jeju. Die Grand Crus Kollektion koreanischer Grand Crus Ujeon, Sejak von Hadong, wilder Balhyocha: die Referenzen der Feinkostläden in Seoul.  
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Über den Autor:Nico Lesage ist der Gründer von Maison Boseong. Als Experte für koreanische Tees lebt er seit 2011 in Seoul. Jedes Jahr bereist er die Teegärten der Halbinsel, um außergewöhnliche Ernten direkt von den Erzeugern zu beziehen.